2016

Liebe Vereinsmitglieder,

lasst mich anlässlich unserer Mitgliederversammlung zusammentragen, was wir im zurückliegenden Jahr alles so getan und erlebt haben:

Ich beginne am Jahresanfang in Februar. Wieder gab es eine Bibelgarten-Sonderreise nach Israel, veranstaltet und finanziell abgewickelt von Evangtours GmbH. Bei schönstem Frühlingswetter und mit durchweg begeisterten Reiseteilnehmern eine sehr angenehme Aufgabe!

Auch in diesem Jahr gab es eine Sonderausstellung in unserer Scheune: Die Bilderausstellung „Jahreszeiten in Aquarell“ von Heike Reimann aus Pulsnitz.
Im Ergebnis dessen hat uns Frau Reimann zwei selbst gemalte Bilder unserer Bibelgarten-Basilika zur Verfügung gestellt samt aller Rechte. Damit haben wir die Möglichkeit, Postkarten oder andere Werbeartikel mit diesem Motiv herzustellen.

Die Einleitung überschüssiger Wärme aus den Speichertanks der Solarthermie-Anlage in den Historischen Fasskeller hat sich bewährt. Wenn im Sommer die Wärme in den Speichertanks zu groß wird, wird sie in den Fasskeller geleitet. Damit ändert sich allerdings das gesamte Raumklima. Es wird sich nicht vermeiden lassen, einen weiteren Heizkörper in den bisher unbeheizbaren Raum zu installieren, damit dieser nicht zusätzlich nass wird. Physik am Keller muss wirklich gelernt werden! Aber diesbezüglich sind wir ja Experten:
Dank EU-Fördergeldern konnten wir in diesem Jahr unseren Naturkeller „aufpeppen“. Er war ja genau genommen ein bischen zum Stiefkind mutiert. Wir haben daraus jetzt ein Bildungszentrum gemacht. Bilden kann sich der interessierte Bürger anhand angebauter Schautafeln über die energiekostenfreie Lagerhaltung in einem Naturkeller (Thema Physik am und im Keller...) Dazu wurde das Gelände außen befestigt, damit der Hang nicht weiter abrutschen kann, neue Türen wurden eingesetzt und die Belüftung erneuert. Am Ende wurde der Hang mit Wildblumen eingesäät, um langfristig die Rasenpflege zu erleichtern. Nun sind wir gespannt, wie es im Sommer blühen wird.

Die ebenfalls aus Europageldern geförderte Baumaßnahme „kretisches Labyrinth“ für die Gestaltung der Außenansicht der Scheune hat uns jedoch in diesem Jahr überfordert, so dass wir eine Verlängerung beantragt haben und in 2017 diesen Bau angehen werden.

Erneut war das Projekt „Arbeitswege“ für uns hilfreich, um die Ländereien instand zu halten und zu pflegen. Mehrfach waren Gruppen straffällig gewordener Jugendlicher unter Leitung verschiedener Freier Träger der Jugendhilfe hier tatkräftig im Einsatz. Holz sägen und schier nicht enden wollende Grabearbeiten an der Südseite der Scheune waren die Schwerpunkte der Einsätze.

Hauptarbeitsfeld war ungebrochen wieder der Bibelgarten. Wieder können wir mit den Besucherzahlen sehr zufrieden sein.

Weitere nennenswerte Höhepunkte im Jahr waren erneut der Tag der Parks und Gärten sowie der Tag des offenen Denkmals.
Im Sommer gab es den 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig. Da waren wir mit einem eigenen Stand vertreten und sind täglich nach Leipzig und zurück gefahren, um diesen zu „bedienen“. Leider war er nicht so gut frequentiert, wie wir uns das gewünscht hätten. Dennoch gab es gute und wichtige Kontakte.

Wie in den letzten Jahren, so will ich auch in diesem Jahr wieder daran erinnern, dass wir für schier unüberschaubare Flächen verantwortlich sind. Das ganze Jahr über fällt da jede Menge Arbeit an.
Mal abgesehen von den langfristig geplanten Arbeitseinsätzen im Frühjahr und im Herbst, bitte ich euch erneut darum, Zeiten für Mitarbeit im Bibelgarten einzuplanen. Wir haben keine bezahlten Mitarbeiter mehr, die in Haus und Gelände mit anfassen könnten. Wer also auch immer eine oder mehrere Stunden zur Verfügung hat: Denkt bitte an Euren Verein und fragt einfach nach Arbeit, Ihr werdet nicht weggeschickt werden!

Tausend Dank allen, die an den diesjährigen Baueinsätzen mitgewirkt haben – das war richtig großartig, und es beflügelt geradezu, wenn man am Ende eines solchen Tages sieht, wie viel geschafft wurde.  Der Herbsteinsatz mit über 30 TN war der größte in der gesamten Vereinsgschichte.

Als ein Kraftakt erweist sich der Einbau eines Fensters in den Werkstattbereich der Scheune. Im Laufe des Jahres wurden ungezählte Container mit Erdaushub und Schutt befüllt, um eine Fensteröffnung aus alter Zeit wieder frei zu legen. Das Fenster wurde eingebaut, und dadurch kommt jetzt immerhin schon Licht in die Scheune, und wenn das Fenster angekippt ist, dann zieht auch Nässe aus dem Gemäuer. Man kann also jetzt schon abschätzen, dass der Schritt ein richtiger war, auch wenn der Bau noch nicht abgeschlossen ist.

Ein entscheidender Schritt nach vorn war auch die Verlegung eines neuen elektrischen Zuleitungskabels in die Scheune. Mehrere ehrenamtliche Elektriker sind dazu nötig gewesen! Damit konnte endlich die provisorische Zuleitung vom Vereinsgebäude rüber in die Scheune entfallen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Zusammenarbeit mit der Sozialeinrichtung Haus Keulenberg für suchtkranke Jugendliche. Mehrfach sind Jugendliche bei uns gewesen, die aus irgend einem Grunde gemeinnützige Arbeitsstunden leisten mussten. Wenn es irgend geht, ermöglichen wir den jungen Leuten, diese Stunden im Bibelland zu leisten.